Anforderungsworkshop

Requirements Engineering

Ein moderiertes Arbeitstreffen, in dem Auftraggeber, Fachleute und Umsetzer gemeinsam klären, was gebaut werden soll. Gut vorbereitet ersetzt ein halber Tag viele Wochen E-Mail-Verkehr.

Im Workshop sitzen die Menschen an einem Tisch, die sonst nacheinander befragt würden. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Widersprüche werden sofort sichtbar. Wenn der Vertrieb etwas anderes braucht als die Buchhaltung, merkt man es im Raum – und nicht drei Monate später in der Abnahme.

Ein guter Workshop hat ein klares Ziel, eine begrenzte Teilnehmerzahl, eine neutrale Moderation und ein greifbares Ergebnis: eine priorisierte Liste, eine Story Map, skizzierte Abläufe. „Wir tauschen uns mal aus“ ist kein Ziel.

Mein Standardablauf für den Einstieg dauert einen halben Tag: Ziele und Erfolgskriterien, Nutzergruppen, die wichtigsten Abläufe Schritt für Schritt, dann Priorisierung in Muss, Soll und Kann. Am Ende steht ein Bild, auf das alle gezeigt haben – das ist mehr wert als jedes Protokoll.

Die Moderation von außen ist dabei kein Luxus. Wer selbst Teil der Organisation oder der umsetzenden Agentur ist, hat eine Meinung zur Lösung und wird als Partei wahrgenommen. Als externer Requirements Engineer kann ich die unbequemen Fragen stellen: Wozu brauchen Sie das? Was passiert, wenn es fehlt? Wer entscheidet das?

Wer sollte an einem Anforderungsworkshop teilnehmen?

Fünf bis acht Personen: jemand, der entscheiden darf, Vertreter der wichtigsten Nutzergruppen, jemand aus der Umsetzung. Fehlt die entscheidende Person, wird alles später erneut diskutiert.

Funktioniert ein Anforderungsworkshop auch remote?

Ja, mit digitalem Whiteboard, kürzeren Blöcken von höchstens 90 Minuten und strenger Moderation. Für den Auftakt eines größeren Projekts lohnt sich das Treffen vor Ort trotzdem – im Raum Günzburg und Ulm bin ich dafür schnell beim Kunden.

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