API (Schnittstelle)
SoftwareentwicklungEine API ist eine definierte Schnittstelle, über die Programme Daten austauschen – etwa Website und Warenwirtschaft. Sie sorgt dafür, dass Systeme zusammenarbeiten, statt Daten doppelt zu pflegen.
API steht für Application Programming Interface. Gemeint ist ein Vertrag zwischen zwei Programmen: Welche Anfragen sind erlaubt, in welchem Format kommen die Antworten, wer darf überhaupt zugreifen? Hält sich jede Seite daran, können die Systeme unabhängig voneinander weiterentwickelt werden.
Im Alltag begegnen einem Schnittstellen ständig, ohne dass man sie sieht: Die Website zeigt Lagerbestände aus der Warenwirtschaft, das Kontaktformular schreibt direkt ins CRM, der Onlineshop meldet Bestellungen an die Buchhaltung. Jede dieser Verbindungen ist eine API.
In Agenturprojekten sind Schnittstellen der Punkt, an dem Schätzungen am häufigsten danebenliegen. „Wir binden das kurz an“ ist einer der teuersten Sätze, die ich kenne. Als Requirements Engineer kläre ich deshalb früh: Gibt es eine Dokumentation? Wer ist der Ansprechpartner beim Drittsystem? Was passiert, wenn es nicht erreichbar ist?
Gerade mittelständische Betriebe zwischen Günzburg und Ulm arbeiten oft mit gewachsener Branchensoftware. Ob die eine brauchbare Schnittstelle hat, entscheidet darüber, ob ein Digitalprojekt in Wochen oder in Monaten fertig wird – das gehört vor dem Angebot geprüft, nicht danach.
Was ist der Unterschied zwischen API und Schnittstelle?
Im Sprachgebrauch keiner: API ist der englische Fachbegriff für eine Programmierschnittstelle. Schnittstelle kann allgemeiner auch einen Dateiexport oder eine Benutzeroberfläche meinen.
Was ist eine REST-API?
Die verbreitetste Bauart für Web-Schnittstellen: Daten werden über normale Webadressen abgerufen und verändert, meist im Format JSON. Sie ist einfach zu verstehen und wird von fast jedem System unterstützt.