Core Web Vitals

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Drei Messwerte, mit denen Google beurteilt, wie sich eine Seite für echte Nutzer anfühlt: wie schnell der Hauptinhalt erscheint, wie zügig sie reagiert und wie stabil das Layout beim Laden bleibt.

Die drei Werte heißen Largest Contentful Paint (LCP) für das Laden, Interaction to Next Paint (INP) für die Reaktionsfähigkeit und Cumulative Layout Shift (CLS) für die visuelle Stabilität. Google bewertet eine Seite als gut, wenn der LCP unter 2,5 Sekunden, der INP unter 200 Millisekunden und der CLS unter 0,1 bleibt.

Besonders ist die Datenquelle: Gemessen wird bei echten Besuchen in echten Browsern, nicht nur im Labor. Eine Seite, die am Glasfaseranschluss des Entwicklers schnell ist, kann für Besucher im Mobilfunknetz auf dem Land trotzdem durchfallen.

Die üblichen Verursacher sind zu große Bilder, zu viele Schriften und Skripte sowie Elemente, die den Inhalt verschieben, wenn sie endlich geladen sind – Banner, eingebettete Karten, nachgeladene Werbung. Die Behebung braucht selten einen Relaunch, sondern Disziplin im Umgang mit Dateien. Ich schreibe die Grenzwerte deshalb gern schon als nicht-funktionale Anforderung ins Lastenheft – dann sind sie Teil der Abnahme und kein Glücksfall.

Die Core Web Vitals sind ein Rankingsignal, aber ein moderates: Relevante Inhalte gewinnen weiterhin. Ihr eigentlicher Wert ist geschäftlich. Wer unterwegs sucht – etwa nach einem Restaurant in Günzburg vor dem Besuch im Legoland –, verlässt langsame Seiten, lange bevor ein Rankingeffekt eine Rolle spielt.

Wo sehe ich meine Werte?

In der Google Search Console unter „Core Web Vitals“ und für einzelne Seiten in PageSpeed Insights. Beide zeigen Felddaten, sobald genügend Besuche vorliegen.

Hat INP einen anderen Messwert ersetzt?

Ja. Im März 2024 hat INP den First Input Delay abgelöst, weil er die Reaktionsfähigkeit während des gesamten Besuchs abbildet und nicht nur bei der ersten Interaktion.

  • Ladezeit
  • LCP
  • INP
  • CLS