Conversion-Rate
Online MarketingDer Anteil der Besucher, die das tun, wofür die Website da ist: anfragen, kaufen, buchen oder sich anmelden. Sie zeigt, ob eine Website funktioniert – nicht nur, ob sie besucht wird.
Die Conversion-Rate ergibt sich aus der Zahl der abgeschlossenen Aktionen geteilt durch die Zahl der Besucher. Hundert Besucher und drei Anfragen ergeben drei Prozent. Aussagekräftig ist der Wert nur, wenn vorher ein Ziel festgelegt wurde: Für einen Shop ist die Conversion ein Kauf, für eine Steuerkanzlei ein Anruf.
Sie ist die ehrlichste Kennzahl im Online-Marketing. Besucher lassen sich einkaufen; Conversions muss man sich verdienen – mit einem klaren Angebot, Vertrauen und einem einfachen Weg zum Ziel.
Die Rate zu verbessern ist meist günstiger, als mehr Besucher einzukaufen. Aus UX-Sicht sind es fast immer dieselben Hebel: schnellere Ladezeit, klarere Überschrift, weniger Formularfelder, sichtbare Kontaktdaten und echte Referenzen. Jede Änderung sollte einzeln gemessen werden, sonst weiß niemand, was geholfen hat.
Regionale Unternehmen sollten sich nicht an Kennzahlen aus dem Onlinehandel messen. Ein Küchenstudio zwischen Günzburg und Ulm erhält vielleicht zwanzig Anfragen im Monat bei wenigen hundert Besuchern – eine sehr gute Quote, weil die Besucher Menschen aus der Umgebung mit konkretem Bedarf sind.
Was ist eine gute Conversion-Rate?
Das hängt vollständig von Branche, Angebot und Besucherquelle ab. Nützlicher als ein Vergleichswert ist der eigene Verlauf: Steigt die Rate nach Änderungen an der Website?
Welches Werkzeug brauche ich zum Messen?
Jedes datenschutzkonforme Analyse-Werkzeug mit Zielmessung genügt, zum Beispiel Matomo. Auch Anrufe sollten gezählt werden – sonst bleiben die wichtigsten Conversions unsichtbar.