Definition of Done

Projektmanagement

Die gemeinsame Checkliste eines Teams, wann eine Arbeit wirklich fertig ist: geprüft, getestet, dokumentiert, auslieferbar. Sie gilt für jede Aufgabe gleich und macht Qualität verbindlich.

„Fertig“ ist eines der missverständlichsten Wörter in Projekten. Für die Entwicklerin heißt es „läuft bei mir“, für den Tester „geprüft“, für den Kunden „kann ich benutzen“. Die Definition of Done schließt diese Lücke mit einer kurzen, ausdrücklichen Liste, auf die sich alle geeinigt haben.

Typische Punkte sind: Code geprüft, automatische Tests grün, auf Zielgeräten getestet, Barrierefreiheit geprüft, Texte final, Dokumentation ergänzt, auf dem Testsystem abgenommen. Die Liste ist so lang, wie das Team sie ehrlich einhalten kann – und wächst mit der Reife.

Ihr größter Nutzen ist unspektakulär: Sie verhindert verdeckte Restarbeit. Ohne sie sammeln sich „fast fertige“ Aufgaben, deren letzte zehn Prozent am Projektende plötzlich die Hälfte der Zeit kosten. Mit ihr ist der Fortschritt, den man berichtet, tatsächlich vorhanden.

In Verträgen mit Dienstleistern empfehle ich, die Definition of Done zum Bestandteil der Vereinbarung zu machen. Dann ist vor Beginn geklärt, ob ein Browser-Test, die mobile Ansicht oder die Einpflege der Inhalte zum Preis gehören – und nicht erst bei der Rechnung.

Wer legt die Definition of Done fest?

Das Team, das die Arbeit leistet, gemeinsam mit dem fachlich Verantwortlichen. Von außen vorgegebene Listen werden selten gelebt.

Was ist der Unterschied zu Akzeptanzkriterien?

Akzeptanzkriterien beschreiben, was eine bestimmte Funktion können muss. Die Definition of Done beschreibt, welche Qualität jede Funktion erreichen muss, bevor sie als erledigt gilt.

  • Definition of Done
  • Qualität
  • Scrum
  • Abnahme