Prototyp

UX

Ein schnelles, vorläufiges Modell eines Produkts, mit dem sich eine Idee prüfen lässt, bevor sie teuer gebaut wird. Vom Papierentwurf bis zum klickbaren Modell – so genau, wie die Frage es verlangt.

Ein Prototyp ist eine gebaute Frage. Verstehen Nutzer den Ablauf? Passt der Inhalt auf das Smartphone? Überzeugt die Idee den Vorstand? Je nach Frage genügt eine Skizze auf Papier, ein klickbares Modell aus Bildschirmentwürfen oder ein technischer Durchstich mit echtem Code.

Der Detailgrad heißt Fidelity. Ein grober Prototyp lädt zu grundsätzlicher Kritik ein, weil sichtbar nichts fertig ist. Ein fein ausgearbeiteter wird wie das Endprodukt beurteilt – Menschen kommentieren dann Farben statt Abläufe. Zu früh zu schön ist einer der häufigsten Fehler.

Wirtschaftlich ist ein Prototyp fast immer die beste Investition eines Projekts. Eine Änderung kostet im Prototyp Minuten, im fertigen Code Tage. Wer vor der Umsetzung fünf Menschen durch ein klickbares Modell führt, findet die groben Denkfehler, solange sie noch billig sind.

Für mich ist er außerdem das beste Werkzeug der Anforderungsklärung. Über ein Dokument nicken alle; vor einem Prototyp sagt jemand: „Moment, so arbeiten wir gar nicht.“ Dieser Satz ist Gold wert – und fällt nur, wenn Menschen etwas sehen und anfassen können.

Was ist der Unterschied zwischen Wireframe, Mockup und Prototyp?

Das Wireframe zeigt Struktur, das Mockup das Aussehen, der Prototyp das Verhalten. Ein Prototyp kann grob oder fein sein – entscheidend ist, dass man ihn bedienen kann.

Wird der Prototyp zum Produkt weiterentwickelt?

In der Regel nicht. Er wird schnell und ohne Rücksicht auf Qualität gebaut, um zu lernen. Wer ihn in den Betrieb übernimmt, übernimmt auch alle Abkürzungen.

  • Prototyp
  • Fidelity
  • Validierung
  • Design-Prozess