Keyword-Recherche
SEOHerausfinden, welche Wörter Menschen tatsächlich in Suchmaschinen eingeben – und wie oft. Sie ist die Grundlage für die Entscheidung, welche Seiten eine Website braucht und was darauf stehen soll.
Die Keyword-Recherche ersetzt Annahmen durch Daten. Unternehmen beschreiben ihre Leistungen in ihrer eigenen Sprache, Kunden suchen in ihrer. Ein Betrieb bietet „Fassadensanierung“ an, gesucht wird „Haus streichen lassen“. Ohne Recherche beantwortet die Website Fragen, die niemand stellt. Für mich ist das Requirements Engineering im Kleinen: erst verstehen, wie Nutzer sprechen – dann bauen.
Das Vorgehen hat drei Schritte: Begriffe sammeln – aus Kundengesprächen, vom Wettbewerb, aus Werkzeugen –, sie nach Suchvolumen, Wettbewerb und Absicht bewerten und jedes gewählte Thema genau einer Seite zuordnen. Zwei Seiten, die um denselben Begriff konkurrieren, schwächen sich gegenseitig.
Die Suchabsicht ist wichtiger als das Volumen. Wer „Was ist Responsive Design“ eingibt, will eine Erklärung; wer „Werbeagentur Günzburg“ oder „Digitalagentur Ulm“ eingibt, sucht einen Anbieter. Die erste Anfrage gehört in ein Glossar oder einen Blog, die zweite auf eine Leistungsseite mit Kontaktdaten.
Regionale Kombinationen haben geringe Volumina, aber hohen Wert. Ein paar Dutzend Suchen im Monat nach einer Leistung plus Günzburg, Ulm oder Neu-Ulm können mehr wert sein als Tausende allgemeine, weil fast jeder Suchende ein möglicher Kunde aus der Nähe ist.
Welche Werkzeuge eignen sich für die Keyword-Recherche?
Die Google Search Console für Begriffe, zu denen Sie bereits gefunden werden, der Keyword-Planer von Google für Volumina und die Suchvorschläge selbst. Kostenpflichtige Werkzeuge bringen Komfort, keine Wunder.
Auf wie viele Keywords sollte eine Seite zielen?
Auf ein Hauptthema mit seinen natürlichen Varianten. Eine Seite, die zehn unverbundene Begriffe bedienen will, bedient keinen davon gut.