KI-Agent
Künstliche IntelligenzEin KI-System, das nicht nur antwortet, sondern Aufgaben selbstständig in mehreren Schritten erledigt: recherchieren, Werkzeuge bedienen, Ergebnisse prüfen. Aus dem Gesprächspartner wird ein Mitarbeiter auf Zeit.
Ein Chatbot beantwortet eine Frage. Ein KI-Agent bekommt ein Ziel – etwa „Finde drei freie Termine und schlage sie dem Kunden vor“ – und plant die Schritte dorthin selbst. Dafür nutzt er Werkzeuge: Kalender, Suchfunktionen, Datenbanken, E-Mail. Nach jedem Schritt bewertet er das Ergebnis und entscheidet, wie es weitergeht.
Technisch steckt dahinter meist ein Sprachmodell, das mit Zugriffsrechten und einem Ablauf verbunden wird. Je mehr der Agent darf, desto nützlicher wird er – und desto wichtiger werden Grenzen: Was darf er ohne Rückfrage tun, was nur vorbereiten?
Typische Einsatzfelder im Agenturumfeld sind Recherche und Aufbereitung, die Vorqualifizierung von Anfragen, Testläufe für Websites oder die Pflege wiederkehrender Inhalte. Auch Telefonassistenten, die Anrufe annehmen und Termine eintragen, gehören in diese Familie.
Als Requirements Engineer sehe ich Agenten nüchtern: Es sind Systeme mit Berechtigungen, und die brauchen Regeln wie jeder neue Mitarbeiter. Für ein Unternehmen in Günzburg oder Ulm heißt das konkret: klein anfangen, jeden Schritt protokollieren, und alles, was Geld kostet oder nach außen geht, zunächst von einem Menschen freigeben lassen.
Was unterscheidet einen KI-Agenten von einem Chatbot?
Der Chatbot führt ein Gespräch, der Agent erledigt eine Aufgabe. Er plant mehrere Schritte, nutzt Werkzeuge und arbeitet auch ohne dass jemand jeden Schritt anstößt.
Sind KI-Agenten zuverlässig genug für den Geschäftsbetrieb?
Für klar begrenzte Aufgaben mit Kontrolle ja. Für Entscheidungen mit rechtlichen oder finanziellen Folgen sollte weiterhin ein Mensch das letzte Wort haben.