Künstliche Intelligenz
Künstliche IntelligenzSammelbegriff für Systeme, die Aufgaben lösen, für die sonst menschliche Intelligenz nötig wäre: Sprache verstehen, Muster erkennen, Inhalte erzeugen, Entscheidungen vorbereiten. Kurz: KI.
Künstliche Intelligenz ist kein einzelnes Verfahren, sondern ein Feld. Der heute wichtigste Teil ist das maschinelle Lernen: Ein System wird nicht Schritt für Schritt programmiert, sondern lernt aus Beispielen. Aus vielen Fotos lernt es, Bauteile zu erkennen, aus vielen Texten, Sätze zu bilden.
Für Unternehmen zählen drei Familien: Systeme, die erkennen und einordnen (Bilder, Dokumente, Anfragen), Systeme, die vorhersagen (Nachfrage, Ausfälle), und generative KI, die Texte, Bilder oder Code erzeugt. Letztere hat das Thema seit Ende 2022 in jedes Büro getragen.
KI ersetzt selten ganze Berufe, aber sie verschiebt Tätigkeiten. In Werbe- und Digitalagenturen wandert Routine – Varianten, Zuschnitte, Rohfassungen – zur Maschine; Konzept, Urteil und Kundenverständnis werden wichtiger. Das gilt genauso für die Kunden der Agenturen.
Ich betrachte KI aus zwei Blickwinkeln. Als Requirements Engineer frage ich, welches Problem gelöst werden soll und woran man merkt, dass es gelöst ist. Als UX-Experte frage ich, ob Menschen dem System vertrauen können und seine Grenzen erkennen. Für ein Unternehmen in Günzburg oder Ulm sind das die beiden Fragen, die vor jeder Werkzeugauswahl stehen sollten.
Was ist der Unterschied zwischen KI und maschinellem Lernen?
KI ist der Oberbegriff, maschinelles Lernen die heute wichtigste Methode darin. Nicht jede KI lernt, aber fast alles, was aktuell unter KI verstanden wird, beruht auf Lernverfahren.
Ist KI für kleine Unternehmen bezahlbar?
Ja. Viele Anwendungen kosten pro Arbeitsplatz einen zweistelligen Monatsbetrag. Teurer als die Lizenz ist meist die Einführung: Anwendungsfälle klären, Regeln festlegen, Mitarbeitende schulen.