Large Language Model

Künstliche Intelligenz

Ein großes Sprachmodell, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, Sprache zu verstehen und zu erzeugen. Es ist der Motor hinter Chatbots, Textassistenten und vielen KI-Agenten. Kurz: LLM.

Ein Large Language Model berechnet im Kern, welches Wort – genauer: welcher Textbaustein – mit hoher Wahrscheinlichkeit als Nächstes folgt. Klingt schlicht, führt bei ausreichend Daten und Rechenleistung aber zu erstaunlichen Fähigkeiten: zusammenfassen, übersetzen, umformulieren, programmieren, argumentieren.

Wichtig ist, was ein LLM nicht ist: keine Datenbank und keine Suchmaschine. Es „weiß“ nichts im strengen Sinn, sondern erzeugt plausible Sprache. Deshalb kann es überzeugend klingende Fehler machen, sogenannte Halluzinationen – vor allem bei Zahlen, Namen und Quellen.

In der Praxis verbindet man das Modell deshalb mit verlässlichen Quellen. Das Verfahren heißt Retrieval Augmented Generation: Zuerst werden passende Stellen aus den eigenen Dokumenten gesucht, dann formuliert das Modell die Antwort daraus. So entstehen Assistenten, die das Handbuch, die Preisliste oder das Intranet wirklich kennen.

Für Anforderungen heißt das: Die spannende Frage ist nicht, welches Modell eingesetzt wird, sondern auf welchem Wissen es arbeitet und wer dieses Wissen pflegt. Das kläre ich in Agenturprojekten zuerst. Ein Assistent für einen Betrieb in Günzburg ist genau so gut wie die Unterlagen, die man ihm gibt.

Lernt das Modell aus meinen Eingaben?

Das hängt vom Anbieter und vom Vertrag ab. Geschäftskundentarife schließen die Nutzung der Eingaben fürs Training meist aus, kostenlose Angebote oft nicht. Ein Blick in die Bedingungen gehört vor den ersten Einsatz.

Was bedeutet Halluzination bei KI?

Das Modell erzeugt eine sprachlich überzeugende, aber sachlich falsche Aussage. Abhilfe schaffen verlässliche Quellen, die Pflicht zur Quellenangabe und eine menschliche Prüfung bei allem, was nach außen geht.

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