Web-App

Softwareentwicklung

Eine Anwendung, die im Browser läuft und sich wie ein Programm bedient – ohne Installation, auf jedem Gerät. Kundenportale, Buchungssysteme und Konfiguratoren sind typische Web-Apps.

Der Unterschied zur Website liegt im Zweck. Eine Website informiert, eine Web-App lässt Menschen etwas erledigen: Termine buchen, Aufträge verfolgen, Angebote konfigurieren, Daten pflegen. Dafür braucht sie Anmeldung, Rechte, Datenhaltung und meist Schnittstellen zu anderen Systemen.

Gegenüber einer App aus dem App-Store hat sie handfeste Vorteile: eine Version für alle Geräte, keine Freigabe durch Apple oder Google, Aktualisierung ohne Zutun der Nutzer. Als Progressive Web App lässt sie sich zusätzlich auf dem Startbildschirm ablegen und in Teilen offline nutzen.

Eine echte native App lohnt sich vor allem, wenn Gerätefunktionen intensiv genutzt werden – Kamera, Sensoren, Benachrichtigungen im Hintergrund – oder wenn die Präsenz im App-Store selbst ein Ziel ist. Für die meisten Anwendungen im Mittelstand ist die Web-App der wirtschaftlichere Weg.

In Projekten mit Agenturen beginne ich bei Web-Apps mit den Rollen: Wer nutzt sie, was darf er sehen, was darf er ändern? Ein Kundenportal für einen Hersteller aus dem Raum Günzburg hat schnell fünf Nutzergruppen mit unterschiedlichen Rechten. Wer das erst während der Entwicklung bemerkt, baut vieles zweimal.

Was ist eine Progressive Web App?

Eine Web-App, die sich wie eine installierte App verhält: eigenes Symbol, Start im Vollbild, teilweise offline nutzbar. Technisch bleibt sie eine Website und braucht keinen App-Store.

Web-App oder native App?

Für Portale, Buchungen und interne Werkzeuge fast immer Web-App. Native Apps sind im Vorteil, wenn Gerätefunktionen oder höchste Leistung gefragt sind – und verursachen dafür doppelten Pflegeaufwand.

  • Web-App
  • PWA
  • Kundenportal
  • Anwendung